Lightroom mit der Fotogalerie X3 verheiraten

Die Galerie-Software X3 ist besonders unter ehemaligen Koken-Nutzern1)Koken ist mausetot … beliebt. Mit Recht. Ich setze sie auch auf meiner Online-Galerie ein.

In den Foren zu X3 wird öfters der Wunsch geäußert, wie bei Koken Bilder direkt aus Lightroom mittels eines LR-Plugins heraus exportieren zu können. Dieses Plugin gibt es (noch) nicht. Aber das macht nichts. Es gibt Alternativen.

Die Kurzfassung: Benannte und bemaßte Bilder per FTP aus LR direkt nach X3 hochladen. Dort in den Zielordner (Galerie) verschieben.

Für die Langfassung gebe ich hier eine Schritt-für-Schritt-Beschreibung.2)Grundvoraussetzung ist, dass in deinem Webspace der Ordner mit X3-Installation per FTP zugänglich ist. Dazu muss in der Regel ein FTP-User mit Name/Passwort erstellt werden. Das geht bei jedem Provider ein wenig anders. Musst du selber rausfinden.

Im Backend von X3 einen Ordner erstellen – ich habe ihn „Upload» genannt. In den Einstellungen unter „Menu» den Haken setzen, so dass er nicht im Menü auftaucht: „Hide page from menu».

In Lightroom benötigen wir das Plugin „FTP Upload Sample». Es stammt ursprünglich aus dem Lightroom SDK, aber der Einfachheit halber biete ich es hier gleich mit an. Wir installieren es über den Zusatzmodul-Manager. Sobald das Plugin aktiviert ist, steht es, zunächst im Hintergrund, für Export-Aufgaben zur Verfügung.

Welches Foto wir für Testzwecke verwenden, ist eigentlich egal. Erst einmal geht es darum, den Export-Weg zu konfigurieren. Das müssen wir ja nur einmal machen. Danach ist das ein Export-Preset wie jedes andere in Lightroom und läuft in Zukunft mehr oder weniger automatisch ab.
Ich habe den FTP-Upload in meinen Export-Workflow integriert – neben Bemaßung, Kompression, Dateiformat, Farbprofil-Auswahl, Wasserzeichen …

Wenn das Foto in LR aktiviert ist, drücken wir beherzt Strg-Shift-E. Es sollte sich der Export-Dialog öffnen. Ganz oben befindet sich ein Dropdown-Feld, in dem wir FTP-Upload auswählen.

Ganz unten im Dialog unter „FTP Server» muss der Zugang konfiguriert werden: Server-Adresse, Upload-Ordner, FTP-Nutzer, Passwort. Was da genau steht, hängt davon ab, wo sich der X3-Ordner auf dem Server befindet. Mit „Durchsuchen» findet man ihn allerdings leicht.

Sofern alles passt, lässt sich nun unser Testfoto hochladen.

Nebenbei: Später lässt sich der Export auch direkt und ohne weitere Abfragen aus der Galerieansicht oder dem Entwicklungsmodul von LR anstoßen, ohne extra in den Export-Dialog zu wechseln. Ich nutze das aber eigentlich nie, da es immer noch gewisse Dinge einzustellen gilt.

Wir wechseln in das Backend von X3. Im anfangs erstellten Upload-Ordner sollte sich nun das Testbild befinden. Mit einem Klick auf „Galerie» sehen wir es (hoffentlich). Mit weiteren Klicks auf das zweite Symbol von links – das mit dem Bleistift – wechseln wir in den Detailmodus . Dann lassen sich bequem Titel und Beschreibung etc. checken bzw. einfügen. Wer das schon in Lightroom erledigt hat, wird sich freuen, die Angaben hier wiederzufinden.

Sobald das passt, müssen wir nur noch das fertige Bild in den Zielordner der Online-Galerie verschieben. Dazu dient das Dropdown-Menü unter dem Schraubenschlüssel rechts.

Das Foto sollte sofort in der richtigen Galerie auftauchen, da X3 den Seiten-Cache unmittelbar nach dem Verschieben aktualisiert.

Der ganze Vorgang ist viel einfacher als es hier klingt. Sobald der Export einmal wie beschrieben konfiguriert ist, ist das ein Selbstläufer.

Es gibt eine ganze Reihe weitere Möglichkeiten, den (Export-)Workflow zu verfeinern, zum Beispiel mit der Nutzung von Sammlungen.3)Eines der Killer-Features von Lightroom. Und anderer hilfreicher Plugins wie LR-Mogrify. So mache ich das hier auch. Aber das hat nicht unmittelbar mit dem FTP-Upload zu X3 zu tun – wobei es sich prima kombinieren lässt.

Bei Fragen – fragen …

Anmerkungen   [ + ]

1. Koken ist mausetot …
2. Grundvoraussetzung ist, dass in deinem Webspace der Ordner mit X3-Installation per FTP zugänglich ist. Dazu muss in der Regel ein FTP-User mit Name/Passwort erstellt werden. Das geht bei jedem Provider ein wenig anders. Musst du selber rausfinden.
3. Eines der Killer-Features von Lightroom.

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